Wer muss zahlen – Mieter oder Vermieter?

Immer häufiger kommt die Frage auf: Wer zahlt die gesetzlich vorgeschriebenen Rauchwarnmelder? Muss der Vermieter die Neuanschaffungen finanzieren oder bleibt der Mieter auf den Kosten sitzen? Was wie eine simple Frage klingt, verlangt dank der neu eingeführten Rauchmelderpflicht nach einer ausführlichen Antwort.

Wer zahlt die Rauchmelder?

Hierfür gibt es eine Gesetzliche Regelung: Die Kosten der Beschaffung, Einrichtung sowie Montage trägt alleine der Vermieter.

Die Ausnahme ist Mecklenburg-Vorpommern. Hier ist nicht der Eigentümer, sondern der jeweilige Hausbesitzer und Mieter für die Rauchmelder verantwortlich. Sie bleiben dann allerdings auch sein Eigentum und können beim Auszug mitgenommen werden.
Viele Vermieter versuchen diesen Kosten jedoch aus dem Weg zu gehen, indem sie die Geräte anmieten und den Mietern als Betriebskosten berechnen. Dies ist nicht Rechtens und muss von Mietern so nicht hingenommen werden. Sie sollten in solchen Fällen mit dem
Eigentümer sprechen und im Extremfall rechtlichen Beistand suchen.

Was muss der Mieter beachten?

Die Mieter sind dazu verpflichtet, den Vermietern Eintritt in die jeweilige Wohnung zu gewähren und den Einbau der Rauchwarnmelder zu ermöglichen. Der Vermieter hat die alleinige Wahl, welche Rauchwarnmelder er anbringen möchte.

Wichtig: Nach dem Einbau der Rauchwarnmelder sind die Mieter für die Funktionalität verantwortlich! Diese müssen mindestens einmal Jährlich geprüft und gewartet werden. Bei älteren Modellen, die noch nicht mit einer Lithium Batterie versehen worden sind, muss zudem ein jährlicher Austausch der Batterien stattfinden um eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten.

Was muss der Vermieter beachten?

Stellt sich nach einem Hausbrand heraus, dass die Rauchwarnmelder nur mangelhaft oder überhaupt nicht gewartet wurden, so trifft den Hauseigentümer eine Teilschuld. Der Vermieter hat dafür Sorge zu tragen, dass die Mieter und Besucher des Hauses vor vermeidbaren Gefahren geschützt werden müssen. Sind die Bewohner nicht zuverlässig, haben Vermieter die Möglichkeit eine Firma oder einen Hausmeister damit zu beauftragen, die Rauchmelder regelmäßig zu warten. Diese Kosten  können dem Mieter als Nebenkosten in Rechnung gestellt werden. Dieser “geringe“ Betrag beläuft sich pro installierten Rauchwarnmelder in einem Rahmen von bis zu 5 Euro.

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